Wenn wir den Drehzahlregler einmal außer acht lassen, muß jeder Pilot für die Grundeinstellung seines Hubschraubers dem Pitchweg eine Gaskurve zuordnen.
Das Ziel ist klar: keine Drehzahlschwankungen in den unterschiedlichen Flugzuständen.
Soweit scheint alles in Ordnung, aber am Pitch-Maximum scheiden sich wohl die Geister. Normalerweise sollte man dem "Vollgas" einen max. Pitchwert zuordnen, der die Systemdrehzahl nicht absinken läßt.
Doch was ist schon normal? Überhöhte Pitchwerte, die für die Rettung des Modells aus kritischen Situationen gebraucht werden?
Die Folge von überhöhten max. Pitchwerten ist ein Niederwürgen der eigentlichen Motorleistung. Die optimalen Werte für maximales Pitch und Vollgas treffen sich nie, da bei einer Rücknahme des Pitchwertes auch immer das Gas reduziert wird.
Die Gaskurve und die Pitchkurve laufen so über einen Teil des Knüppelweges am Sender (von Schwebeflug bis Pitch-Maximum) in ihrem Optimum aneinander vorbei.
Deshalb erreicht man nur mäßige Steigleistung und schiebt die Schuld auf den Motor, der mal wieder zu schwach ist.
Wir empfehlen, das Pitch-Maximum nur so groß zu wählen, daß die Systemdrehzahl (und damit auch die Steuerbarkeit des Hubschraubers) erhalten bleibt.
Größere Pitchwerte bleiben wenn überhaupt nur der Autorotationseinstellung vorbehalten.
Bezüglich kritischer Flugsituationen sei noch angemerkt, daß sich gerade in diesen Flugsituationen der Zusammenbruch der Systemdrehzahl durch zu hohe Pitchwerte und dem damit verbundenen kräftigen Herausdrehen des Heckrotors als wenig hilfreich erweist.